Die katholische Pfarrkirche St. Brictius in Schöppingen wurde erstmals 838 urkundlich erwähnt. Ursprünglich als Saalkirche um 1100 errichtet, entstand der massive quadratische Westturm, der um 1230 mit einem Glockengeschoss und Treppengiebel aufgestockt wurde. Nach einem Brand im Jahr 1453 erfolgte der Umbau zu einer zweischiffigen Hallenkirche. Zwischen 1509 und 1512 wurde der Chorraum im Osten erweitert. In den Jahren 1922 bis 1926 fügte man nach Plänen von Ludwig Becker ein breites nördliches Seitenschiff hinzu und erneuerte die Dächer.


Ein herausragendes Kunstwerk der Kirche ist der Flügelaltar des sogenannten Meisters von Schöppingen aus der Zeit um 1455. Dieser spätgotische Altar zeigt auf den Außenseiten der geschlossenen Flügel Szenen der Verkündigung und Geburt Christi, während die geöffneten Flügel und die Mitteltafel die Passion, Kreuzigung, Auferstehung, Himmelfahrt und Geistsendung darstellen. Bemerkenswert ist die durchgehende Darstellung dieser Ereignisse ohne Unterteilung in Einzelbilder, was den Altar einzigartig macht.

