Pfarrer Backhausvon Rupert Joemann
Beten ist gesund. Das war die Hauptaussage von Pfarrer Hermann Backhaus bei seinem Vortrag in der Alten Küsterei am Montagabend im Rahmen der Brictiuswoche.„Das Gebet hilft in Stresssituationen“, so der Münsteraner. Dabei wollte Backhaus nicht unterscheiden zwischen Religion und Spiritualität. Wichtig sei jedoch, „dass schon eine feste Überzeugung dahintersteht. Die Hoffnung auf die Wirksamkeit muss da sein.“
Religion und Spiritualität seien entscheidende Faktoren bei der Gesundheit. „Wenn ich mit Gott spreche, kann ich einen Teil meiner Sorgen dort abladen.“Religion sei zudem ein hilfreicher therapeutischer Faktor, so der Pfarrer. Er verwies auf Studien die seiner Aussage nach belegten, dass diejenigen, die beteten, besser mit Sucht und Depression zurecht kämen.

Außerdem helfe das Beten in der Suizid-Prävention. „Wer religiös ist, kann diesen Faktor nutzen.“
Ein Besucher fragte, was eigentlich unter Beten zu verstehen sei. Backhaus: „Das Sprechen zu Gott.“ Wie genau das aussehe, sei bei jedem unterschiedlich. Mit den Besuchern arbeitete Backhaus anschließend heraus, welche Symptome für eine Depression die biblische Figur Elija haben könnte: verminderter Antrieb, erhöhte Ermüdbarkeit, depressive Verstimmung und Freudlosigkeit.
Ein Gast meinte, ob es sich bei Elija nicht um einen Burn-out handeln könne. Burn-out sei eine Erschöpfungsdepression, so Backhaus. „Burn-out ist sozial anerkannt. Bei Depression sind alle erschrocken“, stellte der Pfarrer die unterschiedliche Akzeptanz der beiden Krankheitsbilder heraus. Gläubige könnten eher von therapeutischen Ansätzen profitieren. Ziel sei in jedem Fall das Selbstwertgefühl wieder aufzubauen, Freude am Leben wieder zu entdecken und positiv in die Zukunft zu blicken.

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